IE 11 is a very old Browser and it`s not supported on this site

Marktumfeld

Konjunktur

Im Berichtsjahr 2025 hat sich die globale Konjunktur erneut unterdurchschnittlich, aber positiv entwickelt. Im Fokus stand die sprunghafte Zoll- und Handelspolitik der USA. So hat Präsident Donald J. Trump Anfang April 2025 im Rahmen des Liberation Day umfangreiche Zölle auf Importe in die Vereinigten Staaten angekündigt. Diese wurden im weiteren Jahresverlauf auch umgesetzt. In der Regel betragen die Zölle 15,0%. Dies galt auch für die Schweiz, nachdem sie sich zwischenzeitlich mit einem deutlich höheren Zolltarif konfrontiert sah.

Infolge der neuen tarifären Handelshemmnisse wurden die Wachstumsprognosen weltweit zunächst deutlich nach unten angepasst. Die Befürchtungen einer Rezession in den USA haben sich schliesslich nicht bewahrheitet. Vielmehr legte die US-Wirtschaftsleistung ähnlich stark zu, wie im Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre. Gleiches gilt für die Konjunkturentwicklung in der Eurozone. Das Schweizer Bruttoinlandprodukt lag dagegen etwas deutlicher unter dem längerfristigen Durchschnitt.

Die Inflationsdynamik hat sich insgesamt weiter abgeschwächt. Während sich die Teuerungsrate in den USA infolge der US-Zölle hartnäckig um die 3%-Marke bewegte, lag sie Ende 2025 in der Eurozone nahe dem geopolitischen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0% und in der Schweiz bei 0,1%. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die EZB haben die Leitzinsen im vergangenen Jahr entsprechend weiter gesenkt. Der Leitzins in der Schweiz lag Ende Jahr bei 0,0% und im Jahresverlauf wurde auch die erneute Einführung von Negativzinsen diskutiert. Die US-Notenbank nahm Leitzinssenkungen erst im September 2025 wieder auf.

Finanzmärkte

Trotz des schwierigen ökonomischen Umfelds infolge der Zoll- und Handelspolitik der USA, der geopolitischen Spannungen sowie des Kriegs in der Ukraine verzeichneten die Finanzmärkte erneut ein sehr gutes Jahr. Die Aktienmärkte in den USA, Europa und der Schweiz erreichten neue Höchststände. In Schweizer Franken sorgten Anlagen in den USA bei Schweizer Anlegerinnen und Anlegern jedoch eher für Ernüchterung, denn der US-Dollar gab 2025 im Gegensatz zum Schweizer Franken und Euro deutlich nach. So lieferte der S&P 500 trotz eines Plus von über 17,0% in Lokalwährung in Franken nur eine Performance von 3,0%. Der SPI legte mit einem Plus von fast 18,0% dagegen überdurchschnittlich zu.

Die Gewinner an den Finanzmärkten waren 2025 die Edelmetalle. Geopolitische Risiken, der anhaltende Inflationsdruck der USA, der unberechenbare Politikstil der neuen US-Regierung, eine weiter steigende Staatsverschuldung in den Vereinigten Staaten sowie Diskussionen über den US-Dollar als Weltleit- und Weltreservewährung führten beispielsweise beim Goldpreis zu einem neuen Hoch. Der Preis je Feinunze wurde erstmals über 3 500 CHF notiert, der Preis für ein Kilogramm stieg auf über 110 000 CHF.

Immobilienmarkt

Für Anlegerinnen und Anleger kotierter Schweizer Immobilienanlagen war das Jahr 2025 sehr erfreulich. Sowohl Immobilienfonds als auch -aktien konnten deutlich zulegen. Insgesamt verzeichnete der Schweizer Immobilienfondsindex (SWIIT) 2025 einen Zuwachs von beinahe 11,0% und der Immobilienaktienindex (REAL) stieg sogar um etwas mehr als 23,0%. Die Immobilienaktien konnten damit – wie im Vorjahr – den volatileren Gesamtaktienmarkt (SPI) deutlich übertreffen.

Während sich in den Fonds mehrheitlich Wohngebäude befinden, weisen die Aktien der Immobilienunternehmen einen höheren Anteil an Gewerbeimmobilien im Bestand auf.

Trotz der gestiegenen Kurse sind die Fonds historisch betrachtet im Durchschnitt nicht überteuert. Fundamentale Faktoren wie Inflation und eine schwächelnde Wirtschaft hätten das Angebot oder die Nachfrage nach Wohn- und Büroraum schmälern können. 2025 hat sich die Inflationslage jedoch entspannt und die Zinsen sind tief. Damit bleibt auch die Finanzierung von Immobilien weiterhin günstig. Die Ausschüttungsrenditen der Fonds sind im Vergleich zu den Renditen von Obligationen attraktiv.

Insgesamt zeigte sich der Markt für Immobilienanlagen robuster als erwartet. Die Nachfrage nach Wohnraum ist weiterhin hoch, Fonds berichten von steigenden Substanzwerten, stabilen Mieterträgen und tiefen Leerständen. Immobilien gelten deshalb nach wie vor als stabile und attraktive Bestandteile eines Portfolios.